Gott schütze Österreich!

Werter Herr Strache,
Sie schreiben in Ihrem Freitag-vormittäglichen Post:
„Wenn ein Mensch mit marxistischer Ideologie bzw. ein bekennender Atheist namens Van der Bellen über „Verletzung religiöser Gefühle“ schwadroniert, nur weil ein Präsidentschaftskandidat es wagt, „So wahr mir Gott helfe“ auf seinen Plakaten zu erwähnen, zu seiner Überzeugung zu stehen und sich zu dieser Präsidenten-Gelöbnisformel zu bekennen, dann ist diese zur Schau gestellte Doppelmoral nicht nur an Lächerlichkeit, sondern auch an Unglaubwürdigkeit kaum mehr zu überbieten. In diesem Sinne: Gott schütze Österreich!“
Nun ich werde Ihnen dazu jetzt einmal meine bescheidene Meinung sagen.
Norbert Gerwald Hofer, seines Zeichens Präsidentschaftskandidat Ihrer Partei mag zwar nicht, wie van der Bellen, aus der Kirche ausgetreten sondern nur zu einer anderen christlichen Konfession konvertiert sein (weil die linkeren Kräfte der katholischen Kirche ’seine Partei‘ beleidigt hätten), es ist jedoch gerade aus dem Munde eines FPÖ-Politikers, wo es gerade die Funktionäre Ihrer Partei sind, welche die Werte, welche das Christentum ständig mit Füßen treten und den Satz „Liebe deinen Nächsten“ schon derart oft mit Füßen getreten haben, genauso wie die Gebote „du sollst nicht stehlen“ oder „du sollst nicht lügen“ äußerst heuchlerisch sich auf Gott, der auch die Muslime liebt (sofern es ihn gibt, das wissen wir schließlich alle nicht, darum heißt es ja auch „glauben“) auch wenn sie ihn anders nennen, zu berufen.
Ich stelle da jetzt einfach mal die These auf, sollte Gott wirklich existieren und die Proponenten Ihrer Partei treten an Petrus‘ Himmelpforte (nehmen wir einfach mal an die Story stimmt), was wird Petrus euch dann wohl sagen?

„Mh… also ihr hattet eine ziemlich genaue Anleitung, es gab sogar eine Kurzform in 10 Geboten, extra für euresgleichen und dann das?? Hass gegen Andersgläubige? Diebstähle am laufenden Band? Lügen, dass sich die Balken biegen? Untreue und und und??? Leute, also so wird das mit dem Himmelreich nichts, das gibt mindestens 200 Jahre Fegefeuer…“

Also bevor Sie und Ihre Partei sich das nächste Mal auf Gott/Allah/Jehova oder wie die Menschen ihn auch immer nennen mögen beziehen, lassen Sie sich die Worte von Robert Palfrader aka Robert Heinrich I. in Erinnerung kommen: „Aber er muss auch mal ein bisserl brav sein.“
In diesem Sinne Herr Strache!
Gott schütze Österreich – vor der FPÖ.
Disclaimer: Das Beispiel der Untreue ist im biblischen Sinne, nicht im strafrechtlichen zu werten.

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