Die FPÖ und die Wahlmanipulationen…

Soso Herr Hofer, die FPÖ weiß also von Wahlmanipulationen in Pflegeheimen?
Nun ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen. Ich weiß z.B. dass diese Vorwürfe ja schon kurz nach der ersten Wahl aufgekommen sind, warum ist das da nicht angezeigt worden?
Doch etwa nicht, weil Sie den ersten Wahlgang gewonnen haben?
Ahja und nochwas, Herr Hofer, jetzt mal ganz ehrlich, wenn Sie (oder Ihre Partei – die von Strache scheint es ja nicht mehr zu sein) von solchen Vorfällen bereits gewusst haben, warum wurde dies nicht beim VfGH angezeigt?
Zugegeben, ich habe ihre 150-seitige Beeinspruchung nicht gelesen, aber man wird doch wohl annehmen dürfen, dass Sie und Ihre Partei sich darauf schon in der Zeit der Anfechtung der 1. Stichwahl gestürzt hätten, davon konnte ich allerdings (bis auf einige User-Kommentare) nichts vernehmen, jetzt plötzlich wo wieder Wahlkampf ist, den Sie ja so kurz wie möglich halten wollten (warum fangen Sie dann jetzt schon wieder damit an?) kommen Sie mit dieser Nebelgranate daher?
Also ich erachte das als deutliche Wahlkampfrhetorik, immer schön anpatzen – den Beweis werden Sie wohl wie so oft schuldig bleiben (müssen?).
Was vernehmen da meine müden Ohren? ein Fairness-Abkommen?
Ja haben Sie denn das notwendig? Ich dachte Sie wären immer fair und brauchen so ein Abkommen ja per se nicht unterschreiben, weil unnötig?
Ist das etwa schon wieder ein Versuch sich besser darzustellen als man ist?
Allein die Wankelmütigkeit Ihrer Person und die Uneinigkeit Ihrer Partei gegenüber dem “Öxit”, den Sie als möglicher Bundespräsident gar nicht anleiern könnten, dies obliegt der Regierung und ich erinnere, diese wird von der SPÖ und der ÖVP gestellt, macht es mir unmöglich, Ihnen als Person und weiterdenkend auch Ihrer Partei meine Stimme zu geben, daher bleibt eigentlich nur noch EINE Wahl und die fällt nicht nur aus Mangel an verbliebenen Alternativen, auf Alexander van der Bellen – tja, da haben Sie dann wohl Pech gehabt.

Ein denkender Wähler

StrachekernBeitragsbild

Angst geht um

Ich kann ja durchaus verstehen, dass es den Kickl (der das hier wohl verzapft hat) wurmt, wenn die Kanzlerumfrage nicht für den Heinrich ausgeht, aber gleich so arges mimimi?
Und dann auch noch geschichtlich ungenau…
Denn wie er da so “schön” schreibt, SPÖ & ÖVP hätten “von 2006-2016 Österreich massiv an die Wand gefahren”.
Nun Herr Kickl, da muss ich Sie enttäuschen, denn die Regierung Gusenbauer kam erst Jänner 2007 ins Amt, bis es Willi Molterer 2008 “gereicht hat”.
Na? Wer war vorher in der Regierung?
Richtig! Ihre Orangen Freunde, aber gehen wir doch diesen Neid heischenden Post mal von oben bis unten durch:

Ad 1: Zum Referendum:
Nun da stimme ich Hrn. Kern durchaus zu, denn es geht auch immer darum, wie man die Frage stellt, ob die Bevölkerung genug Informationen für diese Abstimmung hat und ob es ein Thema ist, welches keiner fachlichen Spezifikation bedarf, nehmen wir doch einmal zum Beispiel die Volksbefragung zur Wehrpflicht, also blöder hätte man die Antworten nicht formulieren können.
Noch dazu, waren kaum Informationen über das Für und Wider bzgl. Bundesheer u.o. Berufsheer der breiten Öffentlichkeit zugänglich, werter Herr Kickl, also so kann man ein Volk nicht befragen und auf die Art wie es letzten Donnerstag in Großbritannien passiert ist, erst recht nicht. Wenn vom Exit-Lager bewusst mit falschen Zahlen operiert wird und Versprechungen gemacht werden, die ihr Parteifamilienfreund Nigel Farage am Tag nach der Abstimmung schon wieder mit “kann ich nicht versprechen” (vor allem weil die Zahlen komplett aus der Luft gegriffen waren) kommentieren muss, dann kann eine Bevölkerung nicht zur Entscheidung herangezogen werden, hier ist die Schweiz durchaus ein Vorbild, da sie vor den Abstimmungen Infobroschüren verteilt, aber seien wir uns doch einmal ehrlich, wie soll ich einer Partei, deren Bundesparteiobmann einfach mal so mir nichts, dir nichts nach Salzburg fährt und dort die Landesspitze eigenmächtig rausschmeißt und auch schon ganze Landesorganisationen aufgelöst hat, ernsthaft abkaufen sie wäre für direkte Demokratie? Für Bürgerbeteiligung, die sie bei der eigenen Basis nicht lebt? Da muss ich doch schon sehr bitten, beleidigen Sie nicht meine Intelligenz.

Ad 2 & 3: “Selbstverliebt und eitel”: Als ich diesen Satz gelesen habe, wäre ich fast vor lachen vom Stuhl gefallen. Das kommt ausgerechnet von jener Partei, deren BuPO sich nur mit Rolex und RayBan zeigt? Sagen Sie jetzt nicht, die Anzüge vom Strache wären von der Stange… das glaubt Ihnen nämlich echt niemand, wissen Sie was das ist? Das gezielte Schüren von Neid und das noch dazu von einer Partei, die es sich nicht nehmen lässt einfach mal so 120.000 Euro für eine Facebook-Kampagne raus zuschießen und einen Anführerkult um den BuPO betreibt, der an längst vergangene Tage denken lässt, ach lassen wir das, dass der Herr Strache einer der meistgephotoshoppten Politiker Österreichs ist, darüber brauchen wir glaub ich nicht reden.

Ad 4: Die Rede vom Kanzler: Ja es mag sein, dass hier einige Zitate gefallen sind, da ich die Rede allerdings ebenfalls gesehen habe und durchaus positiv überrascht war, kann ich diesen Absatz eigentlich nur als Ausdruck “blanker Angst” interpretieren, weil halt der Platz 1 bei der Kanzlerfrage abhanden gekommen ist, kann man also getrost ignorieren.

Ad 5: Naja das ist eigentlich das selbe wie Ad 1, obwohl ich dazu schon noch etwas ergänzen möchte, auch Faymann wurde nicht “als Kanzler” gewählt, sondern war Spitzenkandidat einer Partei, welche den ersten Platz geholt hat, wenn also diese Partei (welche legitimiert ist) die Entscheidung trifft eine Personalrochade vorzunehmen, ist dies durchaus legitim, aber auch hier verstehe ich die Panik der FPÖ, da rein vom charismatischen Eindruck (inhaltlich kann man noch nicht viel sagen, aber die Zeit muss man einem neuen Team schon geben, da werde auch ich mit viel Skepsis der Dinge harren) eine Verbesserung von Faymann hin zu Kern stattgefunden hat (zugegeben, das war nicht schwierig, ist aber ganz gut gelungen), und euer Anführer jetzt natürlich “grinsende Konkurrenz” bekommen hat.

Ad 6: Naja das hab ich eh schon oben angesprochen, da bleibt mir nur mehr Bruno Kreisky zu zitieren: “Lernens Geschichte” <-so lange ist es immerhin noch nicht her.

Die Fiktion des “besseren Menschen”

Dieser Tage hört man es wieder vermehrt: “wir sind besser als die”, ich möchte dieses “besser” einmal direkt beleuchten, also schauen wir uns das doch einmal gemeinsam an.

Gibt es einen besseren Menschen?
Ist es wirklich möglich, dass ein Mensch rein von seiner Abstammung her “besser” als der andere ist? Nur weil er in einem reicheren Land geboren ist und sich daher eines, sagen wir mal “gemütlicheres” Lebens erfreuen kann?
Einmal ganz davon abgesehen, dass gerade in den Industrieländern die “interne Armutsschere” eklatant auseinanderklafft und es innerhalb der eigenen Bevölkerung mehr auffällt wenn jemand arm ist, ist diese Kategorie von “besser” schlichtweg nicht existent.

Man kann nur in etwas besser sein.

Möglich, du bist jetzt eventuell schneller als dein Gegenüber, dass gerade von einem Kriegsgebiet zu dir geflüchtet ist, du bist vielleicht stärker (warum hast du dann so eine Angst vor dem Flüchtling?) als er, möglicherweise hast du auch die bessere Ausbildung (warum macht es dir dann solche Angst, dass er dir den Job wegnehmen könnte?).
Eventuell haben wir Österreicher auch die besseren Schispringer, möglich, dass die Kenianer schneller laufen können als wir, möglicherweise kannst du besser rechnen, es ist auch möglich, dass du schönere Texte schreibst als ein anderer…

Gut hier sind wir in einer Kategorie angelangt, der Kunst bzw. der Literatur, die sehr ins subjektive geht, “schönere Texte”, das kann jeder anders sehen, manchen gefallen die Texte von Heinrich Heine besser, andere lehnen sich eher bei der Lektüre von Johann Wolfgang von Goethe entspannt zurück, ein wieder anderer liest gerne die Bücher von Edgar Allan Poe ein anderer eher das Wirschaftsblatt oder die Kronenzeitung – meinetwegen, soll er doch.
Das macht alles den einen nicht “besser” als den anderen, nur anders und diese Vielfalt macht unsere Welt aus, dieser Planet wird momentan von 7.427.711.200 (sekündlich steigend und bei der Fertigstellung dieses Posts lange nicht mehr aktuell) Menschen bevölkert, jeder von uns ist verschieden, aber eines ist keiner von uns: “ein besserer Mensch”, ganz egal ob ihr das glaubt oder nicht.

Der Glaube
Jetzt hätte ich beinahe den subjektivsten Grund sich als “besser” zu erachten vergessen. Du fragst mich: “Subjektiv?” Na beweis es mir doch!
Keiner von uns kann sagen, haben jetzt die Christen, die Juden, die Muslime, die Hindus, die Buddhisten oder die Atheisten recht, oder sind es die Naturvölker die recht haben – keiner von uns kann es beweisen, weil wir es eben nur glauben können und ganz ehrlich – das steht nun wirklich jedem frei, was er glauben will, auch hier gibt es keine “besseren Gläubigen”, denn wie sollte man das auch bemessen?

So und wer jetzt sagt, “Ich bin trotzdem besser, weil ich (Bsp.) Österreicher bin”, dem muss ich leider (meiner Meinung nach) vorhalten, diese Meinung nur zu vertreten, weil er in den in diesem Text genannten Kategorien nicht mithalten kann und diese ließen sich vielfach erweitern, diesen Menschen gebe ich nur einen guten Rat mit auf den Weg, such dir etwas, das du gut kannst und sei darauf stolz, denn der Ort deiner Geburt oder das Menschsein selbst, das macht dich nicht per se besser, wäre ja auch traurig, wenn du am Ende des Lebens nur sagen kannst: “Ich bin stolz darauf gelebt zu haben”.

die g´sunde Watschn

Es bleibt zu hoffen dass viele derer, die heute den Hofer gewählt haben, es getan haben um die eigenen beiden Regierungsparteien abzustrafen.
Nun gut, das ist euch gelungen, SPÖ und ÖVP haben ihre “gsunde Watschn” bekommen und das war auch notwendig, es wäre aber nicht notwendig gewesen deshalb den Hofer zu wählen, denn Auswahl hatten wir wahrlich genug, da braucht man keinen deutschnationalen Burschenschafter wählen.
Sollte – und das hoffe ich inständig – die Mehrheit der Wähler der heutigen Wahl aus Protest gewählt haben, dann hoffe ich stark, dass sie wenigstens bei der Wahl in einem Monat zeigen, dass man einen Hofer zwar in die Stichwahl, aber nicht an die Spitze des Staates wählen kann.
Hier muss die Emotion die ich mal als Verärgerung zu identifizieren versuche, der Vernunft weichen, denn wenn wir uns nach nicht einmal 30 Jahren wieder einen Waldheim leisten, dann haben wir als Volk die Berichterstattung wie gestern im Guardian wirklich verdient (und die war noch nett), ich bin gespannt auf die morgige – ok heutige – Berichterstattung, das könnte vor allem aus deutscher Sicht interessant werden.
Polen und Ungarn wird wahrscheinlich eher positiv reagieren, aber darauf wäre ich jetzt eigentlich nicht stolz.
Apropos Stolz, weil die Hardcore-Effen jetzt mit geschwellter Brust herumspazieren und sich in ihrer eigenen “wir sind die geilsten” Manier verrennen, der Strache und der Hofer sind sicher auch stolz auf euch, den Gesichtern der beiden ist aber eher eines anzusehen, nämlich ein: “Mahe de haum uns des echt glaubt, gibt´s jo ned, san de deppert!”
Nicht die Worte die ich wählen würde, aber eine gewisse Verblendung (vor allem durch das ewige NLP Gequatsche von den beiden) muss man schon attestieren.
Also liebe Mitbürger, ich kann euch gratulieren, ihr habt den beiden Regierungsparteien gezeigt wo der Bartl den Most holt, jetzt sollten wir aber aus der Feierlaune herauskommen und darüber nachdenken, was für dieses Land wirklich gut ist und wer dieses Land wirklich repräsentieren sollte, ich hätte es ganz ehrlich dem Hundstorfer auch zugetraut, obwohl mir der im Wahlkampf eindeutig zu unmotiviert war weswegen ich heute bei VdB das Kreuz gemacht habe.
Zum einen weil ich glaube, dass er als Univ.-Professor (und nein ich habe nicht studiert) meiner Meinung am ehesten geeignet ist, die Meinung von Verfassungsjuristen zu interpretieren, vor allem aber, weil auch ich glaube, dass den beiden Regierungsparteien die Schlappe ganz gut tut um wieder auf den Weg der Vernunft zurückzukommen.
Ihr wollt einen Schutzherren, ein vernünftiges Gegengewicht in der Hofburg?
Tja, dann sollte eure Wahl nächstes Monat klar auf den Professor fallen, weil Schutz bietet uns der andere keinen.

Herr Wittmann, ein Hearing? Falsch?

Sehr geehrter Herr NAbg. Dr. Peter Wittmann!

Ich gebe Ihnen ja recht, ein Hearing im Nationalrat wäre ziemlich sinnlos, da die Regierungsparteien, ihre Kandidaten wohl ziemlich sicher bestätigen würden (egal welche Qualifikationen sie vorweisen – wenn überhaupt), ich kann dem vorangegangenen Vorschlag jedoch schon etwas abgewinnen, jedoch hätte ich da eine ganz andere Herangehensweise.

Mein Vorschlag: Die zur Ernennung vorgeschlagenen Minister stellen sich einem Hearing im Nationalrat (und das ist jetzt meine Privatmeinung), sollte nur eine einfache Mehrheit (Regierungsmehrheit) diese Minister befürworten, dann entscheidet wie gehabt, der Bundespräsident, ob er sie für ministertauglich oder eben nicht hält.
Sollte jedoch eine 3/4- (Verfassungs-) Mehrheit, die jeweiligen Kandidaten annehmen, so hat der HBP diese schlichtweg nur noch anzugeloben, sich quasi der Verfassungsmehrheit im Nationalrat zu fügen.

Dies würde auf alle Fälle sicherstellen, dass die Regierung zumindest zum Teil von einer wirklich breiten Mehrheit der Wahlbevölkerung (die ihre Repräsentanten gewählt hat), mitgetragen wird, mir als Pirat würde das natürlich noch nicht weit genug gehen, da wir ein anderes (zukunftsträchtigeres) System bevorzugen, über jene Mitglieder der Bundesregierung, welche eben nicht die 2/3 Mehrheit erreichen, müsste nach bestem Wissen und Gewissen (wie bisher) der Bundespräsident entscheiden.

Na wie wär´s?

Idee?

Ein Bürger.

Grund dieses Kurzkommentars: https://www.youtube.com/watch?v=KWTSwfRNpTQ

Bilder der Schande

Fr. Innenministerin Mikl-Leitner
Hr. Außenminister Kurz

Ich distanziere mich hiermit, als österreichischer Staatsbürger von Ihrer beider Positionen, ich mache klar, SIE beide vertreten mich als Österreicher in KEINSTER Weise, denn sollten dies die Bilder gewesen sein, welche Sie beabsichtigt haben um Europa “wachzurütteln”, wäre das nicht mein Vorgehen, es kann nicht sein, dass man Unmenschlichtkeit mit Unmenschlichkeit begegnet, das ist nicht der “österreichische Weg”, denn dieser war seit 1945 einer der Menschlichkeit, einer der Solidarität, einer der Verbindung, was Sie hier betreiben ist ein Weg der Abschottung und das kann einem Land wie Österreich, welches im Herzen Europas liegt und auch Herz zeigen sollte, nicht gerecht werden.

Österreich war schon vor der 1. Republik ein Zentrum der Diplomatie, Sie haben diesen Wert, diesen Wert, der uns über Generationen ausgemacht hat, ins Verächtliche gezogen, Sie haben Österreich in ein Licht gerückt, welches dieses Land nicht verdient, denn in diesem Land leben liebenswerte Menschen, keine Arschlöcher, Sie zeigen gerade die “Arschlochseite” Österreichs auf internationaler Ebene besser vor, als es ein gewisser “Braunauer” jemals gemacht hätte, dieser hatte wenigstens nicht vor hier Österreich zu repräsentieren, der wollte ja ein deutscher sein und selbst die deutschen meine (ich finde kein passendes Eigenschaftswort) Minister, zeigen mittlerweile mehr “Herz” als Sie beide es tun.

Das ist Österreich unwürdig, diese Balkankonferenz, war ein Schlag ins Gesicht der Menschlichkeit Europas, diese Konferenz war genau das, was Europa jetzt nicht braucht, wenn Griechenland daran zu Grunde geht, gibt es genau 2 Schuldige.

Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz
https://www.facebook.com/anjobi/videos/1121997921152593/

Gedanken zur Obergrenze und zu Grenzschließungen

Frau Mikl-Leitner! (Höflichkeitsfloskeln können Sie sich aufzeichnen Madame)

Ihr Verhalten in den letzten Tagen lässt sowohl auf Ihren Geisteszustand, als auch auf Ihre politischen Ambitionen sehr tief blicken.

Ich werde jetzt erst gar nicht auf die Zäune eingehen, welche Sie Österreich verpassen wollen bzw. schon verpasst haben, das ist ein ganz anderes Thema, ich rede von den Begriffen „Symbolwirkung“ und „Dominoeffekt“.

Im ORF-Interview haben Sie sich wie erwartet wieder einmal gewunden wie ein Wurm und keine der gestellten Fragen auch nur ansatzweise beantwortet, dennoch war zu erkennen wo die Reise hingehen wird – ganz klar Richtung Abschottung und ganz klar Richtung Unmenschlichkeit.

Sie wollen also einen Dominoeffekt auslösen und dafür sorgen, dass die Balkanroute bis nach Griechenland geschlossen wird? – Gut, lassen wir uns mal auf dieses Gedankenexperiment ein, ich kann ihnen ganz genau sagen, was dann passieren wird.

Es wird eine neue Griechenlandkrise geben, aber dieses Mal eine, welche die Griechen nicht „selbst verschuldet“ (wenn man das bei der letzten überhaupt behaupten kann) haben, sondern eine in die Griechenland von „Menschen“ wie Sie es sind, hineingetrieben wurde und anstatt der erhofften Aufteilung der flüchtenden Menschen, welche Sie damit ja erreichen wollen (so sagen Sie zumindest), wird es zu einer humanitären Katastrophe auf europäischem Boden kommen, die Traiskirchen wie eine Kerze in einem Hochhausbrand erscheinen lassen wird, denn stellen wir uns doch einmal vor, die Flüchtlinge, welche in Griechenland sind und weiter flüchten, weil dort schlichtweg die Hilfs-Ressourcen zu Ende gehen und die Leute anfangen auf europäischem Boden zu verhungern, machen sich dann erneut auf die Reise durch das Mittelmeer, also zusätzlich zu jenen, die diese Route ohnehin schon nutzen – Dann stehen/schwimmen die Leute vor Italien (Lampedusa dürfte Ihnen ja noch ein Begriff sein, oder haben Sie diese Insel schon vergessen/verdrängt?) und werden wieder zu hunderten, zu tausenden ersaufen.

Ist das der Domino-Effekt den Sie wollen? – Na dann herzlichen Glückwunsch, Sie sind auf dem richtigen Weg!

Sollten Sie allerdings die Aufteilung/Aufnahme von flüchtenden Menschen auf alle EU-Länder erreichen wollen, dann schlage ich vor, Sie setzen diese Aufnahme erst einmal österreichweit um und verteilen auf die Gemeinden (ja auch auf die schwarzen Gemeinden in Niederösterreich, Salzburg, Vorarlberg, Oberösterreich und wo sonst noch ihre VP-LH´s sitzen).

Wer einen Domino-Effekt erreichen will (und das sei auch unserem Herrn Kanzler gesagt) der muss erst einmal zeigen, wie das geht.
Was man von anderen fordert, sollte man erst einmal selbst umsetzen, ansonsten bleiben nämlich nur zwei Dinge übrig.

Ein schaler Beigeschmack angesichts der Parteizugehörigkeit des Kanzlers und der Verdacht einer Erpressung seitens der ÖVP bzgl. Neuwahlen und FPÖ Avancen seitens Ihrer Partei/Person.

P.S. Dass Sie mit solchen Aktionen dieses Land vor der ganzen Welt lächerlich machen/gemacht haben, brauche ich eigentlich nicht erwähnen, das sieht man nämlich überdeutlich.

Es ist mir allerdings ein Bedürfnis dies zu sagen, Frau Ministerin!

Tageskontingent

Ganz wichtige, Staatstragende Sache.
Zumindest, wenn es nach dem fleischgewordenem Eiterpickel geht.
Und jetzt ist das sogar noch zu viel.
Am besten ist wohl, wenn man das mal weiterdenkt, wenn die vor Tod und Terror flüchtenden irgendwo auf dem Weg verrecken. Dann braucht Frau „Scheiß auf Gesetze“ sich keine Sorgen mehr zu machen um die Attraktivität Österreichs für Schutzsuchende.
Blöd nur, dass der Winter schon so gut wie vorbei ist, und kaum noch einer erfriert…Dumm hingegen, dass sie jetzt an den Zäunen so mitleiderregend schauen. Vor allem die Kinder. Passt so gar nicht in ihr Konzept.
Und dass die EU sich auch noch wagt, sie an geltende Gesetze zu erinnern, das geht schon gar nicht. Schließlich sind wir ja Österreich! Und wir wissen seit 1938, was Recht und Ordnung ist! Wieso versteht das bloß keiner in der EU?
Wir müssen schließlich dafür sorgen, dass unseren Bürgern der wohlverdiente Wohlstand erhalten bleibt! Die 2, 3 Euro, die uns die Flüchtlinge pro Einwohner im Monat kosten sind absolut untragbar! Wie soll sich denn da bitte der Normalreiche seinen dritten Jaguar oder seine Zweitwohnsitz noch leisten können? Der Untergang der reichen Kulturmenschen ist da nur noch eine Frage der Zeit!

Aber auch der einfache österreichische Blockwart sorgt sich um seinen Fortbestand. Lauter Ausländer! Wie soll man da noch den Überblick bewahren?
Lauter Mörder und Vergewaltiger! Rauben einem die Zeit, die man sonst mit sudern verbringen könnte, Zeit, in der man über den Nachbarn im 3. Stock herziehen könnte!
Und jetzt muss man darauf schauen, dass nicht noch eine Einheimische Vergewaltigt wird. Oder so tut, als ob…
Und jeden Tag rauben die auch noch den Hofer, Lidl, Spar oder den Penny aus! Und wir Österreicher müssen für all das zahlen… Es ist schon sehr schlimm mit diesen Flüchtlingen. Das Ende ist nahe…

Aber am schlimmsten sind die „Gutmenschen“.
Bahnhofsklatscher, Ungustln halt. Keine Ahnung vom wahren Leben. Immer die rosarote Brille auf. Zu dumm, um die lauernde Gefahr zu erkennen.
Helfen die doch tatsächlich frierenden, erschöpften und hungernden Menschen, die auf der Flucht sind! Um Gottes willen, sehen die denn nicht, wie wir überrannt werden? Wie wir islamisiert werden? Arme Hansln. Kein Patriotismus, kein Verständnis für heimische Werte, keinen Sinn für Schweinsbraten, kein Gefühl für unsere Kultur!

Aber Gott sei Dank haben wir ja nicht nur unsere „Lady of the Stracheldraht“, nein, wir haben ja auch noch unsere braune, asoziale Nationalpartei, die uns immer wieder aus den Fängen der „Kulturbereicher“ retten.
Was wären wir bloß ohne sie?

Ein wirklich souveräner Staat.

Aber das spielts halt net.
Wir stehen an einem Abgrund der Unmenschlichkeit.
Wir verspielen derzeit jeden Respekt, jede Achtung, jede Loyalität, die Österreich seit dem 2. Weltkrieg entgegengebracht worden ist.
Bald werden wir nicht nur als Heimat Adolf Hitlers bekannt sein. Bald werden wir als das Synonym für Hass, Intoleranz und Unmenschlichkeit eine Spitzenposition in der Welt einnehmen.

Wenigstens etwas, wo wir führend sind…

Die schändliche Obergrenze – Gastbeitrag von Mahmoud Nouri

So, jetzt haben wir eine Obergrenze.
Für Flüchtlinge.
Für Menschen, die vor dem sicheren Tod flüchten.
Für Kinder, die ihre Familie, ihr zuhause und ihr normales Leben verloren haben.

Alles sonst in unserem Leben ist grenzenlos.
Grenzenloses Einkommen.
Grenzenloses Vergnügen.
Grenzenlose Intoleranz.
Grenzenloser Hass.
Grenzenlose Hetze.
Grenzenlose Dummheit.

Da ist es doch ganz klar, dass wir wenigstens eine Obergrenze brauchen. Kann ja schließlich nicht alles grenzenlos sein.
Zum Beispiel Missbrauch in der Kirche. Zwischen 2004 und 2014 848 (gemeldete, bekanntgewordene!) Fälle von Kindesmissbrauch. Haben wir da auch eine Obergrenze? Und wenn ja, wann ist die erreicht?

Was passiert nach dem Erreichen dieser Obergrenze? Wird dann jeder weitere erschossen? Oder schieben wir ihn ab in die Türkei? Dort wissen sie ja, wie man mit solchen lästigen Menschen umgeht.
Oder werden gleich im Mittelmeer die Boote versenkt? Wäre ja auch eine Lösung.
Dann kann uns zumindest das Malheur mit 70 Toten im Wagen nicht hier in Österreich passieren.
Schaut ja auch zu blöd aus.

Die Frage, die sich mir stellt, ist folgende:
Was sind das für Wesen, die so etwas beschließen? Wen wollen sie damit beeindrucken, wen wollen sie damit auf ihre Seite ziehen?
Und wo haben diese Menschen auf ihrem Weg ihre Menschlichkeit verloren?
Geht es wirklich nur noch darum, die nächste Wahl zu gewinnen? Ist ihnen ihre Macht tatsächlich das Leben von tausenden wert?
Und ist das eigentlich noch dass, was die Sozialdemokratie ausmacht? Sind wir jetzt schon so weit, dass manche Leben als wertlos erachtet werden? Nicht schützenswert?
Ab dem 30.000sten wird darauf geschissen. Das ist die Kernaussage von heute.
Weit haben wir es gebracht.
Menschlichkeit ist nur noch eine leere Worthülse. Toll im Wahlkampf, aber hinderlich, wenn man an der Macht ist.
Ich schäme mich, dass solche Menschen mich vertreten. Ja, es ist mir direkt peinlich.
In unserem Namen werden definitiv Menschen sterben. Abgesegnet von ganz oben.

2016. Das Jahr beginnt wirklich gut.
Die Spirale dreht sich immer schneller, alles driftet nach rechts ab.
Bravo, Ihr reiht euch ein… Orban, Erdogan, und so weiter…
Dieses Jahr wird noch sehr interessant.
Im negativen Sinne…

Weniger nett, wäre genau das – weniger nett!

Da im Kommentarbereich des Profils, einem Wochenmagazin von dem ich bis dato eigentlich recht viel gehalten habe, längere Texte nicht möglich sind, werde ich meinen “Unmut” über den Leitartikel von Rosemarie Schwaiger mit dem bezeichnenden Titel: “Weniger nett wäre besser” einfach hier kommentieren, ich mein – wozu hab ich diese Plattform, wenn nicht für sowas?

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll um diesen grob gefährlichen und fahrlässigen (ja man könnte auch Absicht unterstellen) Schwachsinn zu kommentieren.

Eine Enteignung ist eine Enteignung

Da haben die Kollegen aus Übersee schon recht, wenn sie dies an das Dritte Reich erinnert, es mag vielleicht etwas überspitzt sein, wenn man Schutzsuchende allerdings bis auf einen Wert von 400 Euro herunter enteignet, dann fragt man sich schon, ob das Wort Menschlichkeit noch irgend eine Bedeutung hat.

Von 828 Euro wird also “das meiste” nach Hause geschickt?

Mh… also ich bin Single und wohne in einer sehr kleinen Wohnung und ja ich war vor einigen Monaten mal für 3 Monate “stempeln”… da kamen ca. 100 Euro mehr dabei heraus – jetzt mal ne Frage Frau Journalistin: Was glauben´s, ist mir da am Monatsende was übrig geblieben, oder musste ich eher bei der Bank um einen Überbrückungskredit anfragen?
Kommen´s da jetzt von selber drauf, oder arbeiten´s beim deutschen Verfassungsschutz?

Die bekommen bei uns viel mehr, als sie von zuhause gewohnt sind?

Wir haben in Österreich doch ETWAS andere Lebenserhaltungskosten als es die Afghanen zuhause (wo übrigens die Taliban stellenweise noch ziemlich am wüten sind – so von wegen Fluchtgründe und so) gewohnt sind, stimmt schon – mit einer österreichischen Mindestpension ist man da unten der King, hier aber nicht, da muss man schon mit ein bisschen mehr als 900 Euro jeden Cent 3mal umdrehen.

Wir können uns das bald nicht mehr leisten, wenn wir so weiter machen kracht unser Sozialsystem zusammen.

So lange es sich dieses Land leisten kann, seine Milliardäre nicht anständig zu besteuern und Steuerhinterziehung eher zu begünstigen als zu erschweren, oder sich eine Bankenaufsicht leisten kann, welche bei drohenden Bankenpleiten gerne einmal wegschaut, mache ich mir persönlich kaum Sorgen, dass wir uns läppische 4-500 Millionen für die Betreuung von Schutzssuchenden nicht leisten können, wenn wir sparen wollen, dann sollten wir dabei anfangen uns anzusehen wo wir im Land unnötig Geld verschleudern, bzw. wo es in korrupten Kanälen versickert.
Migration wird zwar dieses Problem nicht lösen, es wird es jedoch sicherlich nicht verschlimmern, da haben wir ganz andere “Baustellen”.

“Junge kräftige Männer”

Ach und die Familien schicken die “jungen Männer” aus einem Kriegsgebiet auf die Reise, weil sie auf Unterstützung hoffen?
Meinen´s nicht, dass es eher so ist, dass die Familien nur für Einen, einen Schlepper bezahlen können und hoffen, dann irgendwann legal (mit dem Flugzeug statt mit dem Schlauchboot) nachziehen zu können um schlussendlich auch selbst aus dem Krisengebiet wegzukommen?

Fazit zu diesem Leitartikel: Hätte auch vom Herrn Kickl sein können, für dieses renommierte Blatt ist er schlichtweg eine Schande, ich werde das mit einem Kreisky Zitat würdigen, welches ich ein bisschen abwandeln werde: “Lernens recherchieren, Frau Reporter!”

Zum Thema Recherche empfehle ich Ihnen Fr. Nina Horaczek, eine Fachkollegin von Ihnen, welche folgende Daten in Ihrem Facebook-Profil, als Kommentar zu Ihrem – ich zitiere: “zynischen und falschen” Artikel anmerkte:

“Nicht nur zynisch, auch noch falsch, der Kommentar zu Flüchtlingen und Sozialstaat im neuen Profil. 1. kriegen nicht alle ca. 90.000 Asylwerber, die 2015 nach Österreich gekommen sind, Mindestsicherung, sondern nur anerkannte Flüchtlinge. Das sind viel weniger. 2. gibt es längst eine Vermögensobergrenze für den Bezug von Mindestsicherung (derzeit ca. 4.000 Euro). 3. ist es naiv, zu glauben, man könne “nur” Flüchtlingen die Mindestsicherung kürzen. Was mit den Flüchtlingen beginnt, wird bald dazu führen, dass Sozialleistungen für alle gestrichen werden, ganz nach dem Motto “den Armen geht’s zu gut, die kriegen so viel Geld geschellt und wollen deshalb nicht arbeiten”. Dabei sind nicht die sozialen Leistungen in Österreich zu hoch, sondern die Löhne sind zu niedrig.”

Es bleibt zu hoffen, dass diese Haltung, nicht zur Blattlinie dieses Magazins wird, das wäre nämlich wirklich sehr schade um das Profil.